Das Sultanat Oman

Es war einmal… Sindbad der Seefahrer, die Weihrauchstraße und die Heiligen Drei Könige — die spannende und ereignisreiche Vergangenheit Omans ist längst Allgemeinwissen. Die stolzen Menschen und atemberaubenden Landschaften hinter diesen Legenden sind jedoch noch immer ein gut gehütetes Geheimnis, das zu entdecken sich lohnt.

Oman liegt nur sechs Flugstunden entfernt von Frankfurt am östlichen Rand der Arabischen Halbinsel. Das Sultanat überrascht mit wild zerklüfteten Hochgebirgen, tiefen Canyons, idyllischen Oasen und weitläufigen Plantagen.
Endlose Weite kennzeichnet die faszinierenden Sand- und Kieswüsten — ein abwechslungsreicher Rhythmus aus weißen Stränden und steilen Klippen die 1700 Kilometer lange Küste.

Tauchen im Oman

Das Gebiet in und um Mussanah bietet dazu die geeigneten Tauchgründe.
Das komplett neu eröffnete Oman Sail und Diving Center ist exzellent ausgestattet. Die sehr hohen Standards in Sachen Leistung und Sicherheit sind einzigartig. Das OSDC ist ein PADI National Geographic Divecenter, EFR-Traingsstätte und DAN Bronze Partner.
Es erwarten sie traumhafte Korallengärten, riesige Rochen, Leopardenhaie und große Fischschwärme – eine unberührte Unterwasserwelt mit der Möglichkeit, auch mal einen Walhai zu Gesicht zu bekommen.


Die Spuren der 5000-jährigen Seehandelstradition sind allgegenwätig. Ihre beeindruckenden archäologischen Zeugnisse sind Weltkulturerbe der UNESCO — unzählige Bienenkorbgräber, monumentale Lehmfestungen, sagenumwobene Häfen und Rastplätze der Weihrauchstraße.

Das Land bietet aber noch mehr als grandiose Landschaften und eine faszinierende Geschichte: sein besonderes regionales Klima und die nur dünne Besiedelung machen es zu einem idealen Refugium für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Oman ist die letzte Heimat der Arabischen Oryx-Antilope, des Arabischen Leoparden und des Tahr.

Oman fehlt alles Große,  Anmaßende, Laute. Aber gerade dies macht das Land zu einem außergewöhnlichen Reiseziel, gibt dem Besucher aus der Welt der Hektik eine Chance, sich wieder auf sein Menschsein zu besinnen und seine Wahrnehmung zu schärfen. Oman heißt Farben sehen, Wohlgerüche atmen, Horizonte erahnen, extreme Kontraste physisch erleben, sich in endlosen Landschaften scheinbar verlieren.

Mit Freundlichkeit, Offenheit und großer innerer Ruhe heißen die Menschen im Land den Fremden willkommen. Der Besucher ist hier wirklich noch Gast. Die Omanis sind stolz auf das, was sie in den letzten 40 Jahren unter der Regentschaft von Sultan Qaboos aufgebaut haben. Sie leben heute in einem modernen Staat in Einklang mit ihren alten Traditionen. Fortschritt muss nicht zwangsläufig einhergehen mit Verlust der kulturellen Identität und Menschlichkeit — auch dies ein beeindruckendes Erlebnis für jeden Besucher Omans.

Bevölkerung: Toleranz, Fortschritt, Tradition

Viele Familien lebten über Generationen hinweg in den alten Handelsniederlassungen in Ostafrika und Belutschistan, sprechen noch heute Suaheli und Urdu. Die Hautfarbe spielt keine Rolle. Die Gastarbeiter kommen meist aus Indien und Pakistan, eine Minderheit aus Europa.

Frauen sind in Oman ebenso staatstragend wie Männer. Sie sind berufstätig, im Management genauso anzutreffen wie auf Regierungsposten. Oman ist der einzige Golfstaat mit Ministerinnen. Viele Frauen kleiden sich traditionell, manche aber auch westlich. Es gibt keinerlei Schleierzwang, an der Universität jedoch eine Männerquote, denn dort sind die jungen Frauen in der Überzahl.

Das Sultanat hat seit 1996 eine Verfassung. Das Oberhaupt des Staates ist der Sultan. Das Parlament besteht aus den beiden Kammern des Konsultativrat und Staatsrats. Alle Frauen und Männer über 21 Jahre haben aktives und passives Wahlrecht.

Das Leben im Land vollzog sich unter der Regentschaft von Sultan Qaboos seit 1970 einem dramatischen Wandel. Waren 1970 noch Stammesfehden an der Tagesordnung, Analphabetismus und Seuchen weit verbreitet, ist das Land heute vorbildlich in Bezug auf Bildung und Gesundheitsfürsorge. Die gut ausgebaute moderne Infrastruktur erleichtert das Leben auch in den abgelegensten Regionen.

Der Islam ist das Bindeglied zwischen den verschiedenen Gruppierungen im Land und sichert die kulturelle Identität auch in Zeiten starken Wandels. Der Islam erfuhr in Oman eine eigene Ausprägung — die Ibadiyah. Diese Rechtsschule aus dem Jahr 700, zu der sich die Mehrheit der Omanis bekennt, ist in ihren Grundzügen demokratisch und von großer Toleranz und Friedfertigkeit geprägt. So gibt es in Oman auch christliche und protestantische Kirchen sowie Hindutempel.